Warme Füße auch im Gartenhaus

Der Platz im Gartenhäuschen ist ziemlich begrenzt. Unnötiges sollte im Ausgleich für Praktisches ersetzt werden. Mit dem Heizkörper unter dem Fenster verliert man kostbaren Stauraum, der praktischer genutzt werden kann. Doch wie zu einer anderen Heizung kommen?

Ganz einfach: Mit einer Fußbodenheizung.

Doch das ist einfacher gesagt als getan. Ein geeigneter Unterboden muss her, der nicht nur Unebenheiten ausgleicht, sondern auch dämmt und den Druck gleichmäßig auf die Dämmung verteilt. Eine Estrichschicht muss dabei für den Unterbau sorgen.

Es gibt verschiedene Estricharten. Zementestrich ist recht günstig. Man rechnet etwa 2€ pro Quadratmeter für einen Zentimeter Höhe. Üblich sind Schichtdicken von bis zu 6 Zentimetern, das bedeutet 12€ pro Quadratmeter. Bei einer Gesamtfläche von 20 Quadratmetern kostet Sie der Fußbodenestrich zirka 240 Euro.

Geschickte Heimwerker können Ihren Estrich selber herstellen und auch verlegen. Benötigt werden dazu eine Mischmaschine, Zement, Sand mit einer 6er-Körnung und Wasser. Sie können natürlich auch einen Fertig-Estrich aus dem Baumarkt verwenden.

Folgendermaßen gehen Sie vor:

  • Leihen Sie sich einen Betonmischer und einen Baustromverteiler aus Berlin. Letzterer ist wichtig, da für Arbeiten auf der Baustelle besondere Schutzmaßnahmen gefordert werden. Ein Antrag auf Baustrom ist dazu nicht erforderlich. Hilfreich wäre es aber einen Elektriker zu Rate zu ziehen.
  • Bereiten Sie den Untergrund vor und verlegen Sie eine Randdämmung bzw. Randdämmstreifen. Sie müssen spannungsentkoppelt angelegt werden und werden anschließend mit Dämmplatten belegt.
  • Darauf kommt eine PE-Folie als Trennschicht, die die Randdämmung vollständig bedecken musst.
  • Jetzt kann der Estrich angemischt werden.
  • Achten Sie beim Anmischen auf die richtige Konsistenz oder auf die Angaben auf der Verpackung des Fertigestrichs vom Baumarkt.
  • Den Estrich jetzt gleichmäßig auf die PE-Folie auftragen. Beachten Sie eine Dicke von etwa 5 Zentimetern.
  • Planen Sie bei größeren Flächen Dehnungsfugen ein, damit der Estrich bei der Trocknung nicht reißt.
  • Zum Abziehen für eine gleichmäßige Dicke sind Dachlatten sehr praktisch. Eine Wasserwaage darauf, zeigt Ihnen an, ob Sie den Estrich in Waage abziehen.
  • Nach dem Abziehen wird der Estrich noch geglättet, was mit einem Reibebrett und etwas Feuchtigkeit gut gelingt.
  • Haben Sie Schnell-Estrich verwendet, ist der schon nach wenigen Stunden begehbar, normaler Estrich dauert 20 bis 30 Tage bis zum völligen Aushärten.

Jetzt können Sie an die Verlegung der Fußbodenheizung gehen. Bestens geeignet sind dafür Dünnbettmatten die auf den Boden geklebt werden. Nicht vergessen, die Anschlussleitungen an der Stelle zu platzieren, wo später der Elektroanschluss erfolgen soll. So vorbereitet kann es an die Verlegung der Fliesen, des Parketts oder des Laminats gehen.