Gründung

Testing: Mehr über Kundenbedürfnisse erfahren

Wer eine Existenzgründung plant oder auch schon hinter sich hat, wird sich bestimmt das eine oder andere Mal fragen, wie sein Produkt oder seine Dienstleistung beim Kunden ankommt. Tests eignen sich sehr gut dazu, die  Bedürfnisse der Kunden kennenzulernen und ihnen optimal entgegenzukommen. Bei der Softwareentwicklung ist das sogenannte “testing” sogar ein fixer Bestandteil. Dabei wird mehrmals überprüft, ob der künftige User das Programm bedienen kann, ob dieses funktioniert und vieles mehr. Nicht nur in der Softwareentwicklung sind Tests hilfreich. Vielmehr kann sich jeder, der eine Existenzgründung plant oder schon gegründet hat, hier etwas abkupfern. Denn Tests können helfen, Schwachpunkte auszuloten und darauf möglichst zielführend zu reagieren.
Um einen Test durchzuführen, ist oft kein großer Aufwand nötig. Wer etwa eine Existenzgründung im Einzelhandel anstrebt, kann ein Wochenende lang einen Marktstand mieten, um die Reaktion der Kunden auf seine Produkte zu testen. Es reicht, hierfür eine kleine Menge der geplanten Produkte zu kaufen. Schnell wird man feststellen, was bei den Kunden gut ankommt bzw. was nicht gekauft wird. Auch lässt sich ausmachen, was davon eine große Gewinnspanne einbringt. Man sollte dokumentieren, welche und wie viele von den jeweiligen Produkten gekauft wurden und die Handelsspanne errechnen. Die Auswertung dieser Ergebnisse ist hilfreich, um eine Kalkulation zu erstellen, die man etwa  für einen Businessplan gut gebrauchen kann.

Auch im Bereich des Marketings sind Tests im Rahmen einer Existenzgründung empfehlenswert. Ein neuer Flyer kann z. B. zuerst in verschiedenen Versionen in kleiner Auflage hergestellt und ausgelegt werden. Dann kann man gut beobachten, wonach potentielle Kunden greifen und welche Flyer liegen bleiben. Man kann auch unterschiedliche Flyer für verschiedene Produkte und Dienstleistungen herstellen, um zu sehen, welche auf Interesse bei mögliche Kunden stoßen.

Bei jedem Test sollte man vorher festlegen, was damit beantwortet werden soll. Sonst kann es passieren, dass man die Bewertung gar nicht vornimmt oder die Ergebnisse falsch einstuft. Auch die Größenordnung eines Tests ist wichtig. Wer Flyer an einem attraktiven Ort auslegt, sollte vorher festlegen, wie viele Flyer in einem bestimmten Zeitraum von den potentiellen Kunden genommen werden sollten. Die Mühe wird belohnt – ein gut durchgeführtes Testing im Rahmen einer Existenzgründung verschafft bestimmt mehr Klarheit über geplante Produkte und Dienstleistungen.

Autor/in: Andrea Claudia Delp, www.amaveo.de, info(at)amaveo.de

Existenzgründung im Web 2.0

Eine Existenzgründung im Web 2.0 ist attraktiv: Den Branchen Telekommunikation und Informationstechnologie geht es gut, die “Großen” des Web 2.0 wie You Tube oder Facebook zeigen, dass es lukrative Geschäftsmöglichkeiten im Internet gibt. Doch womit kann man hier eigentlich sein Geld verdienen? Zwei der häufigsten Formen werden in Folge vorgestellt.

Die beliebteste und häufigste Art, Geld im Web zu verdienen, ist das Aufschalten von  Werbung auf Webseiten. Damit der Groschen auch rollt sind jedoch sehr hohe Besucherzahlen notwendig. Auch ist es notwendig, sich zu erkundigen, in welchen Themengebieten man mit seinen Beiträgen am ehesten punkten kann.  Allerdings müssen es schon sehr stattliche Nutzerzahlen sein, um mit der Aufschaltung von Werbung ernsthaft Beträge zu verdienen.

Eine weitere Möglichkeit im Web 2.0 zu verdienen ist der Verkauf von Diensten. Beispiele dafür sind Xing, eine Seite die bekanntlich der Pflege von Geschäftskonakten dient, oder Stayfriends, eine Plattform auf der man alte Schulkollegen wiederfinden kann. Man bekommt als User zwar einen kostenlosen Zugang, wer alle Teile der Plattformen nutzen will, muss aber dafür bezahlen.

Ein weiterer typischer Dienst im Web ist es, Downloads anzubieten. Zum Beispiel punkten Online-Ratgeber und Dokument-Vorlagen in diesem Bereich. Der Kunde zahlt z. B. einen kleinen Betrag, um sich einen Mustervertrag herunterzuladen – das ist für ihn attraktiv da es weitaus weniger kostet als ein Anwalt.

Generell gilt: Wer an eine Existenzgründung im Web 2.0 denkt, muss unbedingt das nötige fachliche Know-How mitbringen. Dazu zählt, in der Software-Entwicklung ständig am Ball zu bleiben genauso wie zu wissen, wonach aktuell Nachfrage besteht. Im Weiteren ist das Internetrecht nach wie vor schwierig und komplex. Wer sich umfassend informiert, hat auf jeden Fall bessere Chancen auf den Erfolg einer Existenzgründung.  Auch die Information rund um Fördermittel gehört zu den Vorbereitungen einer Gründung. So ist beispielsweise der Gründungszuschuss eine wichtige finanzielle Hilfe. Der Gründungszuschuss wird von den Arbeitsagenturen ausgezahlt – auch an diejenigen, die den Job selbst kündigen und eine Sperrfrist bekommen. Neunmonate Zahlungen machen den Gründungszuschuss dann so richtig attraktiv. Neben dem Gründungszuschuss kommt unter Umständen auch das Gründercoaching Deutschland in Frage und vieles mehr.

Autor/in: Andrea Claudia Delp, www.amaveo.de, info(at)amaveo.de