Das DNS-System
Immer wenn Sie eine Webadresse in Ihren Browsers eintippen, nehmen Sie unbemerkt den wichtigsten Dienst, der im Internet geboten wird, in Anspruch. Gemeint ist das Domain Name System, abgekürzt DNS, dessen Aufgabe in der Ermittlung der IP-Adresse einer Domain besteht.
Das Domain Name System ist eine, auf verschiedenen Servern im Internet aufgeteilte Datenbank, wodurch der Namensraum des Internet verwaltet wird. Unterteilt wird der Namensraum wiederum in Zonen, die auch Nameserver beherbergen. Durch Einordnung der IP-Adresse in diese Struktur von Nameserver, erfolgt die Namensauflösung sehr effektiv.
Bislang wurden die Anfragen nach der Namensauflösung zu einer Domain mit dazugehöriger IPv4-Adresse beantwortet. Eine IPv4-Adresse ermöglicht jedoch höchsten etwas über vier Milliarden Adressen, mit dem der Rechner im Internet eine feste Anschlussnummer erhält, weil IPv4 32-Bit-Adressen benutzt. Da in naher Zukunft alle diese Adressen für die Rechnerzuordnung im Netz aufgebraucht sind, bringt die Entwicklung von IPv6, die 128-Bit-Adressen nutzt, mehr Adressraum. Weitere Vorteile des IPv6 liegen in der Verbesserung des Protokollrahmen, um nur ein Beispiel zu nennen.
Um die Funktionsweise des DNS zu verstehen, erinnere man sich, dass es sich dabei um eine verteilte Datenbank zur Namensraumverwaltung im Internet handelt. Außerdem wird eine Domainname immer von rechts nach links aufgelöst und an den Empfänger delegiert. Ihr Rechner fragt, nachdem Sie www.google.de (vollständig eintragen lautet die Adresse: www.google.de.) eingeben haben und er die IP-Adresse nicht in seiner Host-Datei gefunden hat, den DNS-Server danach. Zunächst schaut dieser ob er die IP-Adresse zwischengespeichert hat. Wenn dies nicht der Fall sein sollte, fragt er die Root-Zone im Domain Name System. Diese teilt mit, dass sich die IP-Adresse zu diesem Hostnamen in der de-Zone befindet. Nun fragt der DNS-Server Ihres Rechners einen Nameserver für de-Domains nach www.google.de Dieser Nameserver sendet daraufhin an den DNS-Server die IP-Adresse 216.239.59.109 zurück, die dieser wieder Ihrem Rechner meldet. Ihr Rechner beginnt jetzt über diese IP-Adresse mit HTTP-Anfragen, wodurch die gewünschte Website im Browser angezeigt wird.
Wenn Sie die IP-Adresse 216.239.59.109 direkt im Browser eingeben, kommen Sie auch auf die Website www.google.de .Weil sich aber Namen wie Google leichter merken lassen, als eine komplizierte mehrstellige Zahlenreihe einer IP-Adresse für eine Website, gibt es Domainnamen.
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