Literatur

Autoren für die Gesellschaft

Oftmals scheinen junge aufstrebende Autoren zu vergessen, worum es beim Schreiben wirklich geht – viele sind auf Ruhm und Anerkennung aus, manche nach Profit und dem Wunsch mit seichter Literatur das große Geld zu machen. Dabei geht es beim Schreiben doch in erster Linie darum, seine Mitmenschen zu erreichen und ihnen eine Botschaft zu übermitteln, die über das Erzählen irgendwelcher Geschichten und Sagen hinausgeht – die Leser sollten etwas vom Lesen der eigenen Werke mitnehmen und sich mit diesem aktiv auseinandersetzen, anstatt es nur in sich aufzusaugen wie ein Schwamm, der sich bei der nächsten Gelegenheit bei geringstem Druck völlig entleert.

Hier sind Autoren wie auch Leser gleichermaßen gefragt, Literatur mit sozialem Hintergrund der einfachen Trivialliteratur vorzuziehen. Menschen, die Geschichten nicht einfach um ihrer selbst Willen erzählen, sondern menschliche Schicksale und Tragödien auffangen sollten entsprechend dafür gewürdigt werden. Damit ist nicht gemeint, dass irgendwelche Preise oder Titel verliehen werden sollen, sondern dass man den Autoren die größte Ehre zuweist, die ihnen zuteil werden kann, nämlich dass sie gelesen werden – jetzt wie auch in Zukunft. Ein Autor sollte sich nicht darüber freuen, dass sein Buch in aller Munde ist, sondern darüber, dass Menschen es lesen und für sich ihre Konsequenzen in ihrem eigenen, ganz individuellem Leben ziehen. Darum geht es nämlich in der Literatur im Kern, nämlich den Menschen und menschliches Leben aufzufangen und für andere in Schrift und Form greifbar zu machen. Wer dies nicht begreift verkennt den wahren Sinn der Literatur und kann noch so viele Bücher lesen, ohne tatsächlich ihre Bedeutung zu erkennen.